Landwirtschaftsmuseum in Meldorf

 

Im Herzen von Meldorf finden Sie das Landwirtschaftsmuseum, daß sich eindrucksvoll mit der Technisierung in der Landwirtschaft ab dem Jahre von ca.1870 bis in die neuere Zeit auseinandersetzt.

Im Landwirtschaftsmuseum zu bewundern

Eine Dreschmaschine der Firma Heinrich Lanz aus Mannheim. Die sogenannte Stahllanz war die erste Dreschmaschine die gänzlich aus Stahl gefertigt wurde. Sie wurde im Jahre 1929 das erste mal vorgestellt. Die Dreschmaschine mußte von einem Schlepper gezogen werden.

Zum festen Personalstand einer solchen Maschine gehörten: 1 Dreschmeister, 3 Garbenleute, 3 Strohleute, 2 Sackträger, 1 Kaffjude, 1 Preßmeister und der Bulldogfahrer. Zudem mußte der Bauer noch eigenes Personal stellen.

 

Eine selbstfahrende Dreschmaschine der Firma Buschoff. Diese Maschinen waren auch der Höhepunkt, in der Entwicklung der Dreschmaschinen.

 

 

Ein Claas Super Automatik. Der Mähdrescher arbeitete nach dem Quer - Längsflußprinzip

Ein gezogener Mähdrescher der Fa. Claas. Damals eine technische Revolution. Die Maschine wurde von einem Schlepper gezogen und mit der Zapfwelle des Schleppers angetrieben. Dieser Mähdrescher dokumentiert im doppelten Sinne den rasanten Fortschritt in der Landtechnik: Zum einen konnte diese Maschine die Dreschmaschinen ersetzen und wurde von der neu erfundenen Schlepperzapfwelle angetrieben, was den Schlepper erst von der reinen Zugmaschiner zum Universalgerät machte.

Landmaschinenfirmen warben damals mit Werbeslogans wie z.B." Des Bauern Brust ist Stolz geschwellt, denn sein Schlepper der ist Zapf gewellt"

 

Ein Lanz Bulldog, schon in Allradausführung. Die Lanz Bulldogschlepper besaßen einen Zweitakt Dieselmotor mit nur einem längsliegendem Kolben, der dann auch schon so groß war,wie ein Wassereimer. Zum Anlassen wurde der Bulldog mit einer Lötlampe vorgeglüht und mit Hilfe des Lenkrades, an der Schwungscheibe angeworfen.

 

Ein selbstfahrender Mähdrescher der Firma Claas

Beim Claas Europa saß der Fahrer linken Seite des Mähdreschers, der Motor war gleich neben dem Fahrer auf der rechten Seite montiert. Der Fahrer war mit Hitze, Motorenlärm, Auspuffgasen und Erntestaub konfrontiert. Trotzdem war es fast schon eine Ehre, zu damaligen Zeiten eine solche Maschine fahren zu dürfen.

Weiterhin finden Sie im Landwirtschaftsmuseum eine Stellmacherei, eine Schmiede, ein Fließband der Marner Sauerkrautfabrik, eine Dampflokomobile, historische Pferdewagen, alte Melktechnik und vieles mehr, was prägend war für eine Zeit des industriellen Wandels.

Adresse: Schleswig Holsteinisches Landwirtschaftsmuseum

Jungfernstieg 4

25704 Meldorf

Tel: 04832 / 97939-0